Sich in einem neuen Land niederzulassen, erfordert manchmal komplexe administrative Schritte, und die Sprache kann oft ein Hindernis sein.
In diesem Artikel haben unsere Berater die wesentlichen Punkte für Sie zusammengefasst, die Sie für eine reibungslose Niederlassung und in Übereinstimmung mit den deutschen Gesetzen kennen sollten.
1. Die Anmeldung: Die Registrierung im Einwohnermeldeamt
Die Anmeldung ist die Registrierung im Einwohnermeldeamt in Deutschland und ist obligatorisch.
Ob für eine Anstellung oder ein Praktikum, Ihr Arbeitgeber wird Ihre Anmeldung verlangen. Diese Registrierung wird auch für andere administrative Schritte von Ihnen verlangt werden.
Sie ermöglicht Ihnen anschließend, eine Steuernummer (Steuer-ID) zu erhalten, um in Deutschland arbeiten oder ein Bankkonto eröffnen zu können. Ohne die Anmeldung können Sie kein Unternehmen gründen oder Familienleistungen erhalten.
Diese Registrierung im Einwohnermeldeamt ist also nicht zu vernachlässigen!
Es gibt jedoch zwei Ausnahmen, bei denen die Anmeldung nicht obligatorisch ist:
- Wenn Sie weniger als 3 Monate in Deutschland bleiben.
- Wenn Sie innerhalb der nächsten 6 Monate umziehen: Wenn Sie woanders gemeldet sind und weniger als 6 Monate an Ihrer neuen Adresse bleiben.
Für Ihre Anmeldung müssen Sie persönlich im Bürgeramt Ihrer Stadt erscheinen, nach vorheriger Terminvereinbarung. Sie haben
Bevor Sie zum Termin kommen, achten Sie darauf, die folgenden Dokumente mitzubringen:
- Das Formular Anmeldung bei einer Meldebehörde ausgefüllt und unterschrieben.
- Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass.
- Die Wohnungsgeberbestätigung, unterschrieben vom Vermieter oder Untermieter. Diese müssen Sie vor Ihrem Einzug erhalten.
- Ihre Heiratsurkunde und/oder die Geburtsurkunde Ihres Kindes, falls Ihr(e) Lebenspartner(in) und Ihre Kinder in Deutschland wohnen.
- Eine von Ihnen ausgefüllte und unterschriebene Vollmacht, falls Sie eine andere Person entsenden, um sich in Ihrem Namen anzumelden.
- Wenn Sie ein Fahrzeug haben, das an Ihrer alten Adresse zugelassen ist, müssen Sie Ihre „Zulassungsbescheinigung“ mitbringen.
Wenn Sie außerdem planen, Deutschland zu verlassen, müssen Sie Ihre Abmeldung vornehmen, die ebenfalls obligatorisch ist.
Hinweis : Bei Ihrer ersten Anmeldung wird man Sie nach Ihrer Religion fragen. Je nach Ihrer Antwort ist es möglich, dass Sie eine Kirchensteuer zahlen müssen.
2. Bankkonten in Deutschland
A. Wie man ein Bankkonto eröffnet
Die drei wichtigsten Bankkonten, die Sie in Deutschland kennen sollten, sind das Girokonto (Girokonto), das Sparkonto (Sparkonto) und das Sperrkonto (Sperrkonto).
Das Girokonto wird bei Ihrer Niederlassung in Deutschland dringend empfohlen. Passenderweise bieten wir kostenlose Konten bei der Deutschen Bank an.
Die Dokumente, die Sie vorlegen müssen, sind die folgenden:
- Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass.
- Ihre Anmeldung.
- Eine Ersteinzahlung vornehmen, die je nach Bank variieren kann.
- Ein Einkommensnachweis.
- Ihre Steueridentifikationsnummer.
B. Bankkarten in Deutschland
Es gibt verschiedene Arten von Bankkarten, jede mit ihren Vor- und Nachteilen.
- Die EC-Karte/Girocard, die dem einer klassischen Debitkarte entspricht. Sie wird fast überall in Deutschland akzeptiert. Im Ausland ist sie jedoch nicht nutzbar.
- Die Kreditkarte (Kreditkarte) kann im Ausland verwendet werden, wird aber in kleineren deutschen Geschäften weniger akzeptiert. Mit dieser Karte werden Ihre Einkäufe erst am Monatsende oder nach einem festgelegten Zeitraum abgebucht.
- Es gibt auch die internationale Debitkarte oder die Prepaid-Kreditkarte (Prepaid Kreditkarte).
Hinweis: In Deutschland wird Bargeld oft als Zahlungsmittel bevorzugt. Einige Einrichtungen akzeptieren nur Bargeld. Planen Sie daher immer etwas Bargeld ein!
3. Personenstand
A. Personalausweis und Führerschein
Als französischer Expat können Sie Ihren französischen Personalausweis behalten, ebenso wie Ihren französischen Führerschein. Sie können persönlich beantragen, Ihren französischen Führerschein in einen deutschen Führerschein umzutauschen.
B. Ehe/Scheidung
Die französische Ehe wird in Deutschland anerkannt, aber Achtung, der PACS ist es nicht. Wenn Sie in Frankreich geheiratet haben, können Sie die Scheidung in Deutschland beantragen.
In Deutschland muss das Paar vor der Scheidung ein Jahr lang getrennt leben (wirtschaftliche und physische Trennung). Dieses Trennungsjahr wird „Trennungsjahr“ genannt und kann in verschiedenen Situationen verkürzt werden.
Um Ihre Scheidung zu beantragen, müssen Sie sich an das Familiengericht Ihres Wohnortes oder des Wohnortes Ihres Ehepartners wenden. Sie können den Antrag nicht persönlich stellen, da Sie vor Gericht durch einen Anwalt vertreten sein müssen („Anwaltzwang“).
Die Anerkennung Ihrer in Deutschland ausgesprochenen Scheidung in Frankreich erfordert ein Verfahren zur Anerkennung des Urteils. Dieses Verfahren ist unerlässlich, da es ermöglicht, Ihren französischen Personenstand zu aktualisieren und Ihren Ledigenstand nachzuweisen, falls Sie erneut heiraten oder einen PACS eingehen möchten.
C. Kindergeld (Familienleistungen)
Das Kindergeld ist eine staatliche Leistung von 250 €, die monatlich für jedes Kind gezahlt wird. Sind die Eltern getrennt, erhält der Elternteil die Leistung, bei dem die Kinder leben.
Die Leistung wird für Kinder unter bestimmten Bedingungen gezahlt:
- Für Kinder unter 18 Jahren.
- Für 18- bis 21-Jährige, die arbeitslos sind und bei einer Arbeitsagentur als arbeitssuchend gemeldet sind.
- Für 18- bis 25-Jährige, wenn sie ein Hochschulstudium oder eine Berufsausbildung absolvieren (sie dürfen nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten), wenn sie ein freiwilliges Dienstjahr leisten oder wenn sie keinen Ausbildungsplatz finden.
- Unabhängig vom Alter, wenn sie aufgrund einer Behinderung nicht in der Lage sind, für ihren Lebensunterhalt aufzukommen. Die Behinderung muss vor dem 25. Geburtstag eingetreten sein.
- Bis zu 27 Jahre für Waisen.
Die bei der Familienkasse einzureichenden Unterlagen sind die folgenden:
- Antragsformular für Kindergeld.
- Formular E 401 (Bescheinigung über die Zusammensetzung Ihrer Familie).
- Geburtsurkunde(n) Ihres Kindes/Ihrer Kinder.
- Bankverbindung.
- Bescheinigung über die Einstellung oder Nichtzahlung des Kindergeldes durch die Familienkasse Ihres Wohnortes.
Hinweis: Ein Zuschlag, genannt „Kinderzuschlag“, kann gezahlt werden, wenn das Einkommen des Elternteils nicht ausreicht. Zudem sind das Elterngeld (Elterngeld) und die Elternzeit weitere staatliche Hilfen.
4. Gehalt in Deutschland
Der Unterschied zwischen Brutto- und Nettogehalt in Deutschland ist größer als in Frankreich.
Hinweis : In Deutschland erfolgt die Besteuerung das ganze Jahr über! Somit sind die Nettogehälter bereits nach Abzug der Steuern.
Die wichtigsten Steuern in Deutschland sind:
- Die Lohnsteuer (Lohnsteuer), die nach Ihrer Steuerklasse (Steuerklasse) berechnet und progressiv nach dem Einkommen erhoben wird.
- Die Kirchensteuer (Kirchensteuer), die je nach Bundesland variiert, beträgt etwa 8 % bis 9 % der Einkommensteuer und ist abhängig von Ihrer Religionszugehörigkeit.
- Der Solidaritätszuschlag (Solidaritätszuschlag), der 5,5 % Ihres Einkommens beträgt.
Anschließend werden die obligatorischen Sozialversicherungsbeiträge vom Gehalt abgezogen, und deren Höhe variiert je nach Gehalt.
Sie betreffen:
- Die gesetzliche Rentenversicherung (18,6 % des Bruttogehalts).
- Die Arbeitslosenversicherung (2,4 % des Bruttogehalts).
- Die gesetzliche Krankenversicherung (14,6 % des Bruttogehalts, mit einem Zusatzbeitrag von 0,7 % bis 1,3 % je nach Krankenkasse).
- Die gesetzliche Pflegeversicherung (3,05 % des Bruttogehalts, mit einem Zuschlag von 0,35 % für Kinderlose).
Hinweis: In Deutschland werden die Beiträge zu gleichen Teilen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt, d.h. 50/50.
5. Versicherungen in Deutschland
A. Renten- und Arbeitslosenversicherung (Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung)
Die Rentenversicherung ist obligatorisch. Klicken Sie hier, um zu verstehen wie das Rentensystem in Deutschland funktioniert.
Die Arbeitslosenversicherung ist ebenfalls obligatorisch, mit einem Beitrag von etwa 2,4 % des Bruttogehalts. Gekündigte Arbeitnehmer, die in den letzten 30 Monaten mindestens 12 Monate Beiträge gezahlt haben, können je nach Beitragsdauer 6 bis 24 Monate lang
B. Krankenversicherung (PKV, GKV, Zusatzversicherungen)
Die Krankenversicherung in Deutschland ist obligatorisch. Sie gliedert sich in zwei Kategorien: die private und die gesetzliche Krankenversicherung. Die Wahl zwischen diesen beiden Kategorien hängt von Ihrem Status ab.
Klicken Sie hier, um unseren Artikel über die Krankenversicherung zu finden.
C. Hausrat- und Haftpflichtversicherung (Hausratversicherung und Haftpflichtversicherung)
In Frankreich ist die Haftpflichtversicherung obligatorisch und in der Hausratversicherung enthalten, was in Deutschland nicht der Fall ist. Sie wird jedoch dringend empfohlen, ebenso wie die Hausratversicherung, die ebenfalls nicht obligatorisch ist.
Klicken Sie hier, um unseren Artikel über die Hausrat- und Haftpflichtversicherung zu finden.
D. Kfz-Versicherung (Kfz-Versicherung)
Um alles über die Kfz-Versicherung und die einzuhaltenden Regeln zu erfahren, lesen Sie unseren Artikel „Mein Auto in Deutschland: Was Sie wissen müssen“.
E. Rechtsschutz (Rechtsschutzversicherung)
Die Rechtsschutzversicherung deckt die Kosten im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit ab. Obwohl sie nicht obligatorisch ist, wird sie in Deutschland häufig in Anspruch genommen, da immer mehr Konflikte vor Gericht ausgetragen werden.
Sie kann im privaten, beruflichen Bereich, für die Wohnung oder auch für das Auto nützlich sein.
F. Berufsunfähigkeitsversicherung (Berufsunfähigkeitsversicherung)
Berufsunfähigkeit tritt ein, wenn eine Person langfristig nicht mehr in der Lage ist, ihren Beruf auszuüben (was sich von einer Krankschreibung unterscheidet) und somit kein Gehalt mehr erhält.
Um eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, wird empfohlen, frühzeitig damit zu beginnen, da der Tarif vom Alter und der Gesundheit der Person abhängt. Je später Sie beginnen, desto höher wird der monatliche Beitrag sein.
Hinweis : Das deutsche Sozialversicherungssystem bietet im Falle einer Berufsunfähigkeit eine geringe Entschädigung, warten Sie also nicht.
G. Private Unfallversicherung (Privat-Unfallversicherung)
Diese Versicherung schützt Sie vor Unfällen im Alltag, außerhalb des beruflichen Umfelds, wie zu Hause, in Ihrer Freizeit oder auf Reisen.
Dieser Schutz ist unerlässlich, da er Ihre Krankenversicherung ergänzt. Sie entschädigt Sie bei Unfällen (Arbeitsunfähigkeit, Invalidität oder nicht gedeckte medizinische Kosten) und bietet zusätzliche Leistungen wie eine Invalidenrente.
Einige Versicherungen erweitern den Schutz auf den gesamten Haushalt. Obwohl nicht obligatorisch, wird sie dringend empfohlen, um Sie im Alltag zu schützen.
6. Steuern in Deutschland
Wie in Frankreich müssen Sie auch in Deutschland Steuern zahlen.
Sie müssen insbesondere die Einkommensteuer, die Kirchensteuer, die Grundsteuer, die Erbschaft- und Schenkungsteuer zahlen (wobei der Satz zwischen 7 % und 50 % variiert, abhängig vom Verwandtschaftsgrad zwischen Geber und Empfänger sowie dem Wert der Güter). Auch wenn Sie keinen Fernseher oder kein Radio zu Hause besitzen, müssen Sie die Rundfunkgebühr zahlen.
Das deutsche Steuersystem bietet zahlreiche Abzugsmöglichkeiten, wie zum Beispiel berufsbedingte Ausgaben, Kinderbetreuungskosten oder Sozialversicherungsbeiträge.
Hinweis : Steuerinländer in Deutschland werden auf ihr weltweites Einkommen besteuert, während Steuerausländer auf ihre Einkünfte aus deutschen Quellen besteuert werden.
7. Wohnen in Deutschland
Wenn Sie in Deutschland ankommen, kann es schwierig sein, eine Unterkunft zu finden.
Ist es besser zu mieten oder zu kaufen?
Lesen Sie unseren Artikel „Kaufen oder mieten in Deutschland: Welche Option wählen?“
8. Investieren in Deutschland
In Deutschland zu investieren bietet als Expat gute Möglichkeiten, sei es in Immobilien, an der Börse oder in eine SCPI.
Wenden Sie sich an unsere erfahrenen Berater, um Sie bei Ihren Schritten zu begleiten und Ihre finanzielle Situation zu optimieren.
Fazit
Zögern Sie nicht, einen Termin mit unseren Finanzberatern zu vereinbaren, um Ihre Situation zu optimieren und Ihr neues Leben in Deutschland in vollen Zügen zu genießen.

