Meine Gesundheit

Wie funktioniert das deutsche Gesundheitssystem?

Das deutsche Gesundheitssystem für Expatriates basiert auf zwei Säulen:

  • Gesetzliche Krankenversicherung (GKV): die gesetzliche Versicherung
  • Private Krankenversicherung (PKV): die private Versicherung

Die Wahl hängt von Ihrem Status (Angestellter, Selbstständiger, Student) und Ihrem Einkommen ab.

Angestellte mit einem Bruttoeinkommen von weniger als 77.400 € pro Jahr (2026) müssen gesetzlich versichert sein. Darüber hinaus ist ein Wechsel in die private Versicherung möglich.

Die CFE kann eine interessante Alternative für französische Expatriates sein, die eine Verbindung zum französischen Gesundheitssystem aufrechterhalten möchten, während sie in Deutschland leben.

Was ist der Unterschied zwischen gesetzlicher und privater Versicherung?

Gesetzlich (GKV): Einkommensabhängiger Beitrag (14,6 %), Standardleistungen, Familienmitglieder ohne zusätzliche Kosten mitversichert.

Privat (PKV): Beitrag nach Alter und Gesundheitszustand, umfassendere Leistungen (Einzelzimmer, Spezialisten, deutlich kürzere Wartezeiten).

👉 Für hohe Einkommen ist die PKV langfristig in der Regel vorteilhafter.

Was bedeuten Pflichtversichert, freiwillig versichert und privatversichert?

  • Pflichtversichert: Gesetzliche Pflicht zur Versicherung in der GKV.
  • Freiwillig versichert: Freiwillige Mitgliedschaft in der GKV, oft nach Überschreiten der Einkommensgrenze.
  • Privatversichert: Bei einer privaten Versicherungsgesellschaft versichert, mit einem individuellen Vertrag.

Kann ich weiterhin der französischen Sozialversicherung (CFE) angehören?

Ja, über die Caisse des Français de l’Étranger (CFE).

Sie ermöglicht es, einen „französischen“ Versicherungsschutz während Ihres Auslandsaufenthalts aufrechtzuerhalten.

Allerdings:

  • Die CFE allein wird in Deutschland nicht als gesetzliche Versicherung anerkannt.
  • Es muss eine internationale Zusatzversicherung und eine Pflegepflichtversicherung hinzugefügt werden, um den Vorschriften zu entsprechen.

👉 Unsere Kanzlei ist auf diese hybride Lösung (CFE + deutsche Zusatzversicherung) spezialisiert, die häufig von Expatriates mit hohem Einkommen oder Selbstständigen genutzt wird.

Ist es möglich, meine deutsche PKV zu kündigen, um der CFE beizutreten?

Ja, unter bestimmten Bedingungen. Aber Vorsicht:

  • Die CFE ist in Deutschland rechtlich nicht ausreichend.
  • Beim Verlassen der PKV verlieren Sie die angesammelten Altersrückstellungen.
  • Einige Arbeitgeber lehnen dieses Modell ab.

Eine individuelle Analyse ist vor jeder Entscheidung unerlässlich.

Kann ich nach einer privaten Versicherung wieder in die deutsche gesetzliche Krankenversicherung wechseln?

Ja, das ist möglich, aber unter bestimmten Voraussetzungen:

  • Rückkehr als Angestellter mit einem Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze: Wenn Sie wieder als Angestellter tätig werden und Ihr jährliches Bruttoeinkommen unter der Versicherungspflichtgrenze der GKV liegt, können Sie in das gesetzliche System zurückkehren.
  • Rückkehr nach einem längeren Auslandsaufenthalt: Expatriates, die nach Deutschland zurückkehren, können in die GKV wieder aufgenommen werden.

⚠️ Wichtig zu wissen: Die Wahl zwischen PKV und GKV hat Auswirkungen auf Ihre Beiträge, Ihre Gesundheitsleistungen und Ihre zukünftige Rente.

👉 Die Kanzlei Faller Finance begleitet Expatriates bei der Optimierung ihres Krankenversicherungsschutzes (GKV, PKV oder CFE).

Wie sind die medizinischen Kosten im Falle eines Unfalls (z.B. Ski oder Reise) abgedeckt?

In Deutschland decken die GKV und die PKV die grundlegenden medizinischen Kosten ab. Allerdings:

  • Der Rücktransport, die Bergrettung oder bestimmte Behandlungen im Ausland können weiterhin zu Ihren Lasten gehen.

👉 Es wird dringend empfohlen, eine zusätzliche Reiseversicherung abzuschließen, insbesondere für den Wintersport.

Notrufnummern:

  • 🇩🇪 Deutschland → 112
  • 🇦🇹 Österreich → 140
  • 🇨🇭 Schweiz → 144
  • 🇫🇷 Frankreich → 15
  • 🇮🇹 Italien → 118

Wer zahlt meine Krankenversicherungsbeiträge?

  • In der GKV: Direkt vom Gehalt abgezogen (14,6 %), zu 50/50 zwischen Ihnen und dem Arbeitgeber aufgeteilt.
  • In der PKV: Von Ihrem persönlichen Konto abgebucht; der Arbeitgeber überweist seinen Anteil auf Ihre Gehaltsabrechnung.

Wählt mein Arbeitgeber meine Krankenkasse aus?

Nein. Es liegt an Ihnen, Ihre gesetzliche Krankenkasse oder private Versicherungsgesellschaft zu wählen. Unsere Kanzlei kann Ihnen eine Kasse entsprechend Ihren Versicherungsbedürfnissen empfehlen.

Ich bin selbstständig: Welche Optionen stehen mir zur Verfügung?

Selbstständige können frei wählen zwischen:

  • Gesetzliche Krankenkasse (freiwillig versichert): Beitrag nach Einkommen (einschließlich Mieteinnahmen).
  • Private Krankenversicherung (PKV): Beitrag nach Alter und Gesundheitszustand, mit mehr Flexibilität und besseren Leistungen.

Kann ich meine Krankenversicherungsbeiträge in Deutschland absetzen?

Ja. Die Beiträge zur GKV, PKV oder CFE sind steuerlich absetzbar innerhalb der gesetzlichen Höchstgrenzen, unter der Rubrik Sonderausgaben.

Was passiert, wenn ich einen Unfall im Ausland habe?

Gesetzlich Versicherte sind in der EU mit der Europäischen Krankenversicherungskarte abgedeckt, aber nicht darüber hinaus.

Privat Versicherte müssen die Bedingungen ihres Vertrags prüfen: Die meisten decken Behandlungen im Ausland bis zu 12 Monate ab.

Können meine Beiträge steigen, wenn ich meine PKV oft nutze?

Nein. Die Erhöhungen hängen von den globalen Gesundheitskosten und der Struktur des Versichertenbestands ab, nicht von Ihren individuellen Behandlungen.

Kann ich meine gesetzliche Krankenkasse wechseln?

Ja. Kündigungsfrist von 2 Monaten zum Ende des laufenden Monats.

Der Wechsel ist einfach und führt nicht zu einer Phase ohne Versicherungsschutz.

Welche Vorteile bietet eine professionelle Begleitung?

Das deutsche Gesundheitssystem ist komplex, insbesondere für Expatriates, die bereits in Frankreich Beiträge gezahlt haben.

Ein spezialisierter Berater kann:

  • PKV-, GKV- und CFE-Optionen objektiv vergleichen,
  • Ein Dossier gemäß deutschem Recht erstellen,
  • Die Besteuerung Ihrer Beiträge optimieren,
  • Und die Auswirkungen auf Rente und Steuern antizipieren.

Zusammenfassend: Die Krankenversicherung für Expatriates in Deutschland

Das deutsche Gesundheitssystem basiert auf zwei Systemen: gesetzlich (GKV) und privat (PKV).

Französische Expatriates in Deutschland können zwischen einer deutschen Versicherung oder der CFE (mit Zusatzversicherung) wählen.

Die Krankenversicherungsbeiträge werden zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber geteilt oder sind für Selbstständige absetzbar.

Die Behandlungen werden gut erstattet, aber es ist ratsam, eine internationale Zusatzversicherung für Reisen abzuschließen.

Die Wahl Ihrer Krankenversicherung in Deutschland hat direkte Auswirkungen auf Ihre Rente, Ihre Steuern und Ihr Nettoeinkommen.

👉 Für eine individuelle Analyse Ihres Krankenversicherungsschutzes in Deutschland kontaktieren Sie Faller Finance: Wir vergleichen die PKV-, GKV- und CFE-Lösungen entsprechend Ihrem Profil und Ihren Zielen.