Meine Rente
In welchem Alter kann ich in Rente gehen, wenn ich in Frankreich und Deutschland gearbeitet habe?
In Deutschland können Sie bereits mit 63 Jahren in Rente gehen (mit Abschlägen) oder mit 67 Jahren ohne Abschläge.
In Frankreich liegt das gesetzliche Rentenalter bei 64 Jahren.
Beide Länder erkennen Ihre Beitragszeiten an: Ein Fachmann kann Ihnen helfen, Ihr kombiniertes Renteneintrittsalter zu berechnen.
Habe ich Anspruch auf deutsche Rente, auch wenn ich dort weniger als 5 Jahre gearbeitet habe?
Ja, ab 67 Jahren werden Ihre Beiträge dank europäischer Abkommen berücksichtigt.
Wie greifen die französischen und deutschen Rentensysteme ineinander?
Die beiden Systeme kooperieren über die Europäische Verordnung zur Koordinierung der Rentensysteme.
Jedes Land berechnet Ihre Rente nach eigenen Regeln, berücksichtigt aber Ihre im anderen Land geleisteten Arbeitsjahre.
👉 Das bedeutet, dass kein Arbeitsjahr „verloren“ geht.
Werden meine in Deutschland geleisteten Arbeitsjahre in Frankreich anerkannt?
Ja, sie werden bei der Berechnung der gesamten Anzahl an Quartalen berücksichtigt.
Jedes Land zahlt jedoch seine eigene Rente aus.
Wer zahlt mir meine Rente aus, wenn ich in zwei Ländern Beiträge gezahlt habe?
Jedes Land zahlt einen Teil Ihrer Rente aus, proportional zur Arbeitsdauer in seinem Hoheitsgebiet.
Wie wird die Rente besteuert, wenn sie aus mehreren Ländern stammt?
Die Besteuerung hängt von Ihrem Wohnsitzland ab.
Zwischen Frankreich und Deutschland verhindern Steuerabkommen die Doppelbesteuerung.
👉 Im Allgemeinen zahlen Sie Ihre Steuern in dem Land, in dem Sie zum Zeitpunkt des Rentenbezugs leben.
Ich bin in Deutschland ansässig: Gibt es eine Quellensteuer auf die Rente?
Nein. Sie müssen Ihre Einkünfte beim Finanzamt deklarieren, das den geschuldeten Betrag anhand Ihrer Gesamteinkünfte berechnet.
Hat die Auswanderung nach Deutschland Auswirkungen auf die Höhe meiner Rente?
Ja.
Die Beitragssätze und Beitragsbemessungsgrenzen unterscheiden sich stark zwischen den beiden Ländern.
Ohne zusätzliche Planung ist der durchschnittliche Gesamtbetrag Ihrer Rente etwa 30 % niedriger als bei einer zu 100 % französischen Karriere.
👉 Für französische Expats ist es wichtig, eine private und/oder betriebliche Altersvorsorge zu planen, um die deutsch-französische Differenz auszugleichen.
Kann ich meine deutschen Rentenbeiträge zurückerhalten, wenn ich Deutschland verlasse?
Nur wenn:
- Sie nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen,
- Sie weniger als 5 Jahre Beiträge gezahlt haben,
- Sie den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) dauerhaft verlassen.
Andernfalls bleiben Ihre Ansprüche im System für eine zukünftige Auszahlung erhalten.
Kann ich meine Studienjahre in Deutschland anerkennen lassen?
Ja, bis zu maximal 7 Jahre.
Sie generieren keine zusätzlichen finanziellen Ansprüche, werden aber bei der Berechnung der Gesamtzahl der Rentenjahre berücksichtigt (nützlich auf französischer Seite, um Abschläge zu vermeiden).
👉 Die Kanzlei Faller Finance bietet diesen Service im Rahmen ihrer Rentenanalyse an (***Link zu Kontakt hinzufügen***).
Welche privaten Renten gibt es in Deutschland?
Die wichtigsten Optionen sind:
- Riester-Rente (staatlich geförderte Rente)
- Basisrente / Rürup-Rente (steuerlich absetzbare Rente)
- Betriebliche Altersvorsorge (bAV)
- Private Rente (individuell)
👉 Siehe unsere detaillierten Artikel zu jeder Rentenart in der Kategorie Rente auf der Website.
Ist die Riester-Rente interessant?
Ja, besonders für Familien.
Zum Beispiel erreicht für eine 34-jährige Person mit zwei Kindern die jährliche Förderung 775 €, ohne den Steuervorteil zu berücksichtigen.
Es wird empfohlen, Ihren persönlichen Fall mit einem Berater zu simulieren.
Mein Arbeitgeber bietet eine betriebliche Altersvorsorge an: Ist das vorteilhaft?
Das hängt von den Bedingungen ab (Arbeitgeberzuschuss, Anlageformen, Besteuerung).
Grundregel: Wenn der Arbeitgeber 50 % oder mehr übernimmt, ist es in der Regel interessant, andernfalls nicht.
⚠️ Achtung: Bei einem Arbeitgeberwechsel ist der neue Arbeitgeber nicht verpflichtet, Ihren bestehenden Vertrag zu übernehmen.
Oft besteht die beste Strategie darin, betriebliche und private Altersvorsorge zu kombinieren.
Ich bin selbstständig, muss ich in die deutsche gesetzliche Rentenversicherung einzahlen?
Das hängt von Ihrem Beruf ab:
- Einige Berufe sind pflichtversichert (Ärzte, Architekten, Anwälte usw.)
- Andere können frei wählen.
Eine individuelle Beratung mit einem Fachmann ist notwendig, um die passendste Lösung zu finden. 👉 Planen Sie dies von Anfang an in Ihrem Budget als Selbstständiger ein.
Wie stelle ich meinen Rentenantrag?
- In Deutschland: bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV)
- In Frankreich: bei der CNAV
Wenn Sie in mehreren EU-Ländern gearbeitet haben, genügt ein einziger Antrag: Dieser wird automatisch an jede Behörde weitergeleitet.
Bin ich verpflichtet, Rentenbeiträge zu zahlen?
Ja, für Angestellte.
Nein, für Selbstständige, außer in Sonderfällen.
In jedem Fall jedoch wird dringend empfohlen, so früh wie möglich privat für das Alter vorzusorgen.
Top 5 der Renten und Lösungen für Expats, die Sie kennen sollten:
- Deutsche Rentenversicherung (gesetzliche Rente)
- Basisrente (steuerlich absetzbar)
- Riesterrente (staatlich gefördert)
- Betriebliche Altersvorsorge (bAV)
- Private Rente
